Was können wir voraussehen? Was müssen wir fürchten? Was dürfen wir hoffen?

30. Marienberger Klausurgespräche – Jubiläumsklausur

Donnerstag, 16. April 2026 (abends) bis Samstag, 18. April 2026 (mittags)


Zukunft denken! Stellen wir uns zuerst gewaltigen Herausforderungen: dem autoritären
Nationalismus („unser Land zuerst“), der Globalisierung des Krieges und den Klimafolgen, dem
Zerbröckeln des sozialen Zusammenhalts. Europas Zukunft ist offen. Sie ist noch nicht festgelegt.
Eines ist sicher, unsere Welt von morgen ist ungewiss. Aber wir gehen ihr nicht arglos, nicht achtlos
und nicht sorglos entgegen. Es gibt nicht nur eine Zukunft, sondern viele Zukünfte. Wir selbst
werden uns wandeln und mit uns auch unsere nahe, nächste und in Teilen auch die ferne Welt. Beim
Vorausschauen und Vorausdenken geht es gewiss um Risiken und Gefahren, aber es geht auch um
Chancen, um Gestaltungsfreude und um Verantwortung. In allen „Subsystemen“ – Politik,
Wirtschaft, Gesellschaft, Religion, … – haben wir mit Erstaunen oder mit Erschrecken festgestellt,
wie schnell sich unsere Welt wandelt. Ein „Weiter so!“ wird es nicht geben. Nicht beim
Klimaschutz, nicht bei dem Schutz und der Entwicklung der Demokratie, nicht bei Technologie,
Wissenschaft und Forschung. Und über allem hängt und drängt das Thema: Frieden, Kooperation
statt Konfrontation! Also stellen wir uns der Ungewissheit der Zukunft.
Wir brauchen den Blick, die Kraft und die Energie der neuen Generationen. Zugleich sollten wir auf
die Wachheit und die Klugheit der Älteren nicht verzichten.
Darüber werden wir miteinander und mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
debattieren.